Anfang 2006 bis Ende 2007 fand die erste Evaluierungsstudie zu dem Nutzen, der Durchführbarkeit und der Effizienz einer Trainingseinheit für assistierte Reproduktion statt.
Dabei sollten folgende Fragestellungen geklärt werden:
- Gibt es ausreichend Nachfrage zum Erlernen der handwerklichen Techniken in einem angeleiteten Hands on Training?
- Ist es möglich, Personen mit einer Basisausbildung im naturwissenschaftlichen Bereich in einem begrenzten Zeitraum die Techniken der assistierten Reproduktion zu vermitteln?
- Kann man die Industrie als Natural-Sponsoren innerhalb dieses Projektes von dem Nutzen überzeugen?
- Können wissenschaftliches Arbeiten und Schulungen von Anfängern im gleichen Labor stattfinden?
Die Antworten ergeben sich aus den folgenden Erfahrungen
Im Institut für Tierzucht und Haustiergenetik in Göttingen wurde ein IVF Labor den neusten Standards entsprechend eingerichtet.
Hierzu gehörten ein schwingungsfreier Tisch, Varolab, ein Mikroskop Observer
Fa. Zeiss, ein Laser mit Computersoftware Octax mit Eyeware MTG, ein Mikromanipulator
Fa. Luigs und Neumann, ein Werktisch mit integrierter Heizplatte, Varolab, ein Kleininkubator C 42, Labotect, ein mittelgroßer 60 l Inkubator
Fa. Labotect, ein CO 2 Messgerät 4010
Fa. Labotect.
Weiterhin kamen Verbrauchsmaterialien sowie Demonstrationsutensilien der
Fa. Biomedical Instruments, Cook, Medicult, Heike Janssen und Vitrolife zum Einsatz.
In diesem Labor war es somit Master- und Promotionsstudenten möglich, wissenschaftliche Arbeiten mit einer optimalen Laborausstattung zu absolvieren und so nachvollziehbare gute Ergebnisse zu erzielen. Gleichzeitig konnten Kurse für Interessierte aller Disziplinen der Laborarbeit der assistierten Reproduktion durchgeführt werden. Die Industrie konnte Fragestellungen für ihre Produkte in kürzester Zeit mit versiertem Fachpersonal abklären und allen stand eine permanente Industrieausstellung zur Verfügung.
Das Labor stellte eine Symbiose dar, das Wissenschaft, Industrie und dem Einzelunternehmen Dragon IVF International maximalen Nutzen erbrachte.
- Frau Dr. Nazik Karrar (Sudan) erlangte in einem 4-wöchigen Training alle handwerklichen Kenntnisse, über die man in einem IVF Labor verfügen muss. Durch dieses intensive Training war es ihr möglich, in ihrem Heimatlabor mit vorzeigbaren Schwangerschaftsraten aufzuwarten.
- Frau Stephanie Buhtz (Deutschland) erlangte den Titel des Masters der Agrarwissenschaften.
- Herr A. Al Yacoub (Jordanien) erlangte den Doktortitel der Agrarwissenschaften.
- Herr Dr. Moataz (Ägypten) konnte mit Hilfe des Labors viele Veröffentlichungen vollbringen.
- Herr Gerado Padilla (Mexiko) erlangte durch ein 4 tägiges ICSI Training die Grundkenntnisse der Mikromanipulation.
Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass es möglich ist, verschiedene Firmen innerhalb eines Projektes zu vereinigen. Der Schulungserfolg ist bei allen Personen erzielt worden.
Das Labor kam zu seiner vollen Auslastung durch die Nutzung der Studenten. Die Evaluierungsstudie wurde erfolgreich abgeschlossen.
Erfolg durch Kooperation